1990 – 94:
Mit 19 Jahren verlässt Bertrand das Elternhaus um in Toulouse Agrikultur zu studieren. Zwei Jahre später erhält er sein Diplom und erkennt, dass die landwirtschaftliche Produktion zu oft nicht seiner Weltvorstellung und seinem Verständnis vom Umgang mit Natur entspricht. Er beschließt Landschaftsarchitekt zu werden, unter anderem beeinflusst durch die Arbeiten von Simon in Frankreich und Gaudi in Barcelona. Bertrand ist 22 Jahre alt als seine Schwester an AIDS stirbt. Dieses Drama verstärkt seine atheistische Überzeugung (God), seinen zynischen Zugang zu Weltgeschehnissen, Existenz und Krankheit (siehe Serie L5S1). Diese drei Themen und das Konzept „des Restes“ (was übrig bleibt) bezeichnet der Künstler als Nenner seiner Werke.

Konfrontation mit einem heftigen Gefühl von Ungerechtigkeit und Verlust des Glaubens an irgendeinen „Sinn im Leben“. Er liest Cioran und Vian. Sich mit Unbekannten zu betrinken um in einer Nacht „die Welt wieder in Ordnung zu bringen“ (Noche de Leon, dia de Camaleon) wird eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Bertrand widmet sich - auf dem Höhepunkt seiner Frustration und Aggressivität - mit großem Enthusiasmus dem Rugby.

Ein Jahr Militärdienst lässt ihn zu einem erklärten Pazifisten und zu einem bereitwillig protestierenden jungen Mann werden, der sich absolut der Linken verschreibt. Bevorzugte Literatur: Charlie Hebdo, Cavanna (Et le singe devint con, La belle fille sur les tas d’ordures …), Gedichte von Rimbault, …Musik: Brassens, Léo Ferrer (Thank you Satan), Renaud, Jimi Hendrix, The Sex Pistols. Schlagzeuger bei „Les Amuses Gueules“ (Banjo).

 

weiter zu 1994 - 97