1994 – 97: Einsamkeit und Exzess
Drei Jahre Studium in Angers – 600 Kilometer entfernt von seiner Familie und Nadia – beeinflussen ihn erheblich. Weit weg von den Seinigen und in Kontakt mit anderen Studenten lernt er Freiheit, Unabhängigkeit, Exzess (Pushin’ the limits) . . . aber auch Einsamkeit kennen. Im Zuge seines Studiums entdeckt er Kunstgeschichte, Fotografie und Semiologie, und Kunst beginnt sich ihm langsam als persönliches Ausdrucksmittel zu erschließen. Ausgesprochene Vorliebe für Komposition in der Malerei. Er beschäftigt sich vermehrt mit Landschaftspoesie, Schönheit und Ästhetik. Großes Interesse für Ökologie und Naturschutz (Wie wird das Wetter morgen?). Schlagzeuger der Gruppe „Les sales Feés“. Er hört unterschiedliche Musik, verehrt Beck (Got a Devil’s Haircut), Nirvana und Rage against the Machine, hört zum ersten Mal „A love Supreme“ von John Coltrane (A love supreme).
Mit 25 Jahren beendet Bertrand seine Ausbildung als Ingenieur, doch trotz des trügerischen Anscheins eines (schulischen) Erfolgs, lebt er ohne seine Einsamkeit zu erkennen. Er verliebt sich sehr schnell in die österreichische Architekturstudentin Sabine (I love you like a Chocolate Cake), in welcher er eine Seelenverwandte und Muse sieht. Mit ihr entdeckt er Calder, Giacometti, Kandinski, Klee, Beuys, die Nouveaux Réalistes, die Neue Architektur, Frey … Er gewinnt an Vertrauen in sich als Mensch und misst seinem Leben mehr Bedeutung bei. Er trennt sich von Nadia und beschließt nach einem Jahr in Bordeaux Sabine nach Wien zu folgen.